Allersbergs Erster Bürgermeister Daniel Horndasch sprach ein Grußwort, die stellvertretende Dekanin Barbara Thie hielt die Morgenandacht. Das Präsidium der Synode, Karin Heimerl und Michael Mößler, eröffneten die Sitzung. In ihrem Bericht gab Dekanin Christiane Murner nicht nur Einblick in den aktuellen Stand von Gemeinden, Dekanat und Prozessen sondern blickte auch nach vorn, unter anderem auf die Regionalgemeinde und auf die künftige Stellensituation im Dekanat. Dabei machte sie deutlich, worauf es ihr ankommt: „Mein Ziel – und damit bin ich angetreten – ist, dass wir flächendeckend im ganzen Dekanat das Evangelium von Gottes Liebe erzählen, leben und gestalten."
Was in den Arbeitsbereichen gewachsen ist
In kurzen Berichten gaben die Arbeitsbereiche Einblick in das vergangene Jahr. Die Dekanatsjugend blickte auf die erste dekanatsweite Konfifreizeit in Münchsteinach zurück, arbeitet mit dem ejb-Prozess intensiv an sinnvollen Strukturen und gab einen Überblick zu den zahlreichen Angeboten für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene. Seit September verstärkt Diana Hamm das Team als zweite Dekanatsjugendreferentin neben Nicole Markhof. Dekanatskantorin KMD Beatrice Höhn erinnerte an drei Dinge: Bachs Johannespassion im März, einen Projektchor mit rund 60 Sängerinnen und Sängern beim Dekanatskirchentag und den Nachwuchs an der Orgel.
Die Partnerschaft mit dem Seminar im papua-neuguineischen Ogelbeng besteht seit fast 50 Jahren. Karin Heimerl berichtete unter anderem von einem neuen Wassertank und einer Solaranlage dort. Die Klinikseelsorge am Klinikum Neumarkt arbeitet in neuer ökumenischer Besetzung. Sie hat in der Kapelle eine Andachtsecke eingerichtet, die Menschen aller Religionen und ohne religiöse Bindung offensteht. 16 Prädikantinnen, Prädikanten und Lektorinnen gestalten derzeit Gottesdienste und Andachten im Dekanat. Schulreferent Bernd Baran schilderte die angespannte Personalsituation im Religionsunterricht. Er bat die Synode, für die Berufe Katechet:in und Religionspädagog:in zu werben.
Was heißt das für das Arbeiten in einer Region?
Auch diese Frage stand im Raum, deutlich wurde: Vieles ist bereits über die Dekanatsgrenzen hinweg organisiert. Bildungswerk, Diakonie, Schulreferat und Fundraising arbeiten schon heute gemeinsam für die Dekanate Neumarkt, Altdorf und Hersbruck.
Das Evangelische Bildungswerk zählte 2025 insgesamt 68 Veranstaltungen mit fast 1.900 Teilnehmenden. Die Diakonie NAH feiert in diesem Jahr 70 Jahre Diakonie im Dekanat Neumarkt. Sie hat im September den Kindertreff „Natureheart“ in der Pulverturmgasse eröffnet und eine Außenstelle der Suchtberatung in Parsberg eingerichtet. Zugleich steht sie vor finanziellen Einschnitten. Für die Kindertagesstätten berichtete Geschäftsführerin Katharina Plank von zwei Entwicklungen: In einigen Einrichtungen sinkt die Nachfrage nach Betreuungsplätzen, und zum 1. Januar 2027 tritt die Reform des Bayerischen Kinderbildungs- und -betreuungsgesetzes in Kraft, das Problemfelder mit sich bringt.
Auch die Verwaltung stellt sich neu auf. Zum Jahreswechsel steigt sie auf die doppische Buchhaltung um, künftig soll eine Regionalverwaltung mit Schwabach, Erlangen und Fürth entstehen. Fundraiserin Sandra Niß ist seit sieben Monaten im Dienst. Sie berichtete, dass sich in diesem Jahr zwei weitere Kirchengemeinden aus dem Dekanat erstmals am Weihnachtsmailing beteiligen.
Mit dem Mittagsgebet und einem gemeinsamen Mittagessen klang die Synode aus.