22. Mai: Kirchenvorstände diskutieren Zukunft der Regionalgemeinde

Am 22. Mai 2026 lud das Evangelisch-Lutherische Dekanat Neumarkt zum Tag der Kirchenvorsteherinnen und Kirchenvorsteher ein.

Rund 50 Kirchenvorsteherinnen und Kirchenvorsteher aus den Kirchengemeinden des Dekanats folgten der Einladung in den Klostersaal des Evangelischen Zentrums Neumarkt.

Im Mittelpunkt des Arbeitstages stand die Frage nach der Bildung einer Regionalgemeinde im Dekanat Neumarkt – einem Modell, bei dem alle Kirchengemeinde enger zusammenwachsen. Moderiert wurde der Abend von Ines Riermeier.

In mehreren Impulsen und Gesprächsrunden setzten sich die Teilnehmenden mit der aktuellen Situation der Gemeinden auseinander: sinkende Mitgliederzahlen, veränderte Pfarrstellensituation, wachsende Anforderungen an Ehrenamtliche. Ein Blick in andere Landeskirchen zeigte, wie vergleichbare Strukturveränderungen andernorts gestaltet wurden – und welche Erfahrungen dabei gemacht wurden. Einen besonderen Schwerpunkt bildete auch die theologische Perspektive: Pfarrerin Laura Poirot, Pfarrer Wolfgang Döring und Pfarrerin Stefanie Probst-Wechsler fragten nach dem Wesen von Kirche und dem, was Kooperation und Gemeinschaft im Glauben bedeuten können. 

In einem abschließenden World-Café-Format arbeiteten die Kirchenvorsteherinnen und Kirchenvorsteher an zehn Thementischen – von Gottesdienst über Ehrenamt bis hin zu Verwaltung und Öffentlichkeitsarbeit – konkrete Chancen und Herausforderungen einer Regionalgemeinde heraus.

Dekanin Christiane Murner betonte den Prozesscharakter des Abends: Es gehe nicht um schnelle Entscheidungen, sondern darum, gemeinsam zu verstehen, worüber wir reden, welche Prozesse gedacht werden – und was gewonnen werden kann. In der Konfiarbeit, der Jugendarbeit oder auch bei Gemeindebriefen gebe es jetzt schon gute Beispiele für Regionalisierung. Nun gelte es aber auch auf Rahmenbedingungen der Landeskirche zu warten.

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