Hohe Ehrung für Ebenrieder Gottlieb Betz

Hohe Ehrung für Gottlieb Betz

Ebenried – Im Rahmen eines Gottesdienstes wurde Gottlieb Betz aus Ebenried mit der Soli-Deo-Gloria-Nadel mit Urkunde ausgezeichnet. Mit dieser Auszeichnung wird das herausragende ehrenamtliche Engagement von Betz in der Kirchenmusik gewürdigt. Nur alle sechs Jahre wird dieser Kirchenmusikpreis der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche überhaupt im Dekanat Neumarkt verliehen, was allen den großen Stellenwert zeigt.

Selbst an seinem Ehrungstag war Gottlieb Betz in Amt und Würden im Einsatz. Er dirigierte nicht nur den Ebenrieder Posaunenchor sondern wechselte in Personalunion und spielte auch die Orgel. Das ist gelebtes Ehrenamt höchsten Grades, wenn man selbst am Tag seiner Ehrung auf der Empore der Friedenskirche steht, spielt und dirigiert, betonte Dekanin Christiane Murner.

Betz ist Kirchenmusiker mit Leib und Seele. Seit sage und schreibe 40 Jahren spielt er die Orgel in der Ebenrieder Kirche und führt den Dirigentenstab über den Posaunenchor. Als 20-Jähriger hat der heute 60-Jährige Farbenspezialist mit seiner musikalischen Tätigkeit in der Friedenskirche begonnen. Posaunenbläser ist der leidenschaftliche Musiker sogar schon seit seinem zwölften Lebensjahr. Unzählige Male stand er in den vier Jahrzehnten im Rampenlicht als Organist und Leiter des Posaunenchores, den er zu einem hohen Niveau geführt hat und der sich großer Wertschätzung erfreut. So war es kein Wunder, dass zur Verleihung der Auszeichnung eigens Dekanin Christiane Murner aus Neumarkt nach Ebenried kam. Sie feierte zusammen mit Pfarrerin Martina Strauß und zahlreichen Gläubigen aus Allersberg und Ebenried den Festgottesdienst, der, wie eingangs erwähnt, musikalisch mit festlichem Orgelspiel und Posaunenklängen gestaltet wurde.

Nach der herzlichen Begrüßung durch Pfarrerin Martina Strauß, die eigens für diesen Festtag früher vom Urlaub zurückkam, gemeinsam gesungenen Liedern und Gebeten stand bei der Predigt der Dekanin, das Wunder der Schöpfung im Fokus. Anhand der an alle verteilten Karte mit Schmetterlingsalphabet machte Murner deutlich, dass lange bevor die Menschen lebten Gott Nachrichten gesandt hat. Jeder von uns ist von Gott gewollt und jeder ist anders und kann etwas anderes. Der Mensch ist eine Bereicherung und trägt die Handschrift Gottes, er weist auf den Schöpfer hin und in ihm, der Erde und Natur zeigt Gott einen winzigen Abglanz seiner Schöpfung, so Murner. Wir haben Verantwortung für die Welt, müssen mit der Schöpfung nachhaltig umgehen, genauer hinsehen und staunen um den tieferen Sinn zu erkennen und das Geschenk Gottes für die Kinder erhalten, lautete ihr abschließender Appell.

Begleitet vom Beifall der Anwesenden forderte die Vertreterin des Dekanats Neumarkt den sich stets bescheiden im Hintergrund haltenden Kirchenmusiker auf, von der Empore herab zu kommen. "Heute stehen Sie, Herr Betz, im Mittelpunkt“, sagte sie in ihrer Laudatio, in der sie das große und herausragende ehrenamtliche Engagement des Jubilars würdigte. Sie zollte Gottlieb Betz Wertschätzung und Anerkennung und sagte ihm Dank für das Geleistete, ehe sie ihm die Soli-Deo-Gloria-Nadel ans Revers heftete und die Urkunde verlas, die von Oberkirchenrat Michael Martin unterzeichnet war. Einstimmig sei das Votum gewesen, den Kirchenmusikpreis „Solideo“ 2018 an den Ebenrieder Gottlieb Betz zu verleihen, betonte Murner und nicht unerwähnt ließ sie, das Betz bereits in zwei Jahren sein 50-jähriges Jubiläum als Kirchenmusiker feiern kann. Ein Geschenk gab es auch für den Geehrten und seine Frau, die ebenfalls im Posaunenchor mitspielt und ihren Mann tatkräftig unterstützt, von Pfarrerin Martina Strauß. Musik ist die Sprache der Engel und wie heißt es so schön: „Hinter jedem erfolgreichen Mann steht bekanntlich eine starke Frau“ und das ist auch hier so, betonten die beiden Sprecherinnen unter dem nicht enden wollenden Jubel der Anwesenden, die „ihren“ sichtlich erfreuten Kirchenmusiker, der seinen ehrenamtlichen Dienst auch weiter treu ausüben wird, mit Standing Ovationen gebührend feierten.

Text und Foto: Josef Sturm